Elternberichte

Elternberichte

Erfahrungen mit einer EEH Beraterin

Die Betreuung in Form der Emotionellen Ersten Hilfe war für mich ganz neu. Wir suchten gemeinsam einen Weg, der für die ganze Familie gangbar ist. Auf diesem Weg fühlte ich mich dann auch gut aufgehoben. Gemeinsam ergründeten wir in Gesprächen meine geschilderten Probleme, ohne die „Schuld“ bei mir als Mutter zu suchen. Ich bekam hier auch keine Ratschläge oder Tipps, sondern die Bestärkung, dass die Kompetenz bei mir und meinem Baby liegt. Ich wurde angeleitet, in meinen Körper zu spüren und ihn wahrzunehmen. Dadurch fühlte ich mich nicht nur kompetent, sondern gestärkt und wieder als „ganzer“ Mensch wahrgenommen. (Susanne mit Paulina)


Erfahrungsbericht über die Auswirkungen von Notkaiserschnitt und Trennung von Mutter und Baby nach der Geburt, über exzessives Schreien und die Möglichkeiten von EEH und Schmetterlingsbabymassage


Die Vorgeschichte
Unsere Geschichte beginnt unkompliziert und harmonisch: Wir, beide 33, führen eine gefestigte und krisenerprobte Beziehung, sind beruflich etabliert, meinen, die „wilden Jahre“ hinter uns zu haben, sind uns beide schon länger einig, dass wir „irgendwann“ ein Kind wollen und haben uns in unzähligen Gesprächen das Ausmaß und die Tragweite dieser Entscheidung für ein Kind bewusst gemacht. Wir sind gespannt darauf, den jeweiligen Partner in der Rolle von Vater oder Mutter kennen zulernen und auch recht zuversichtlich, dass wir das ganz gut machen werden. So beschließen wir eines Tages, nicht mehr zu verhüten. Drei Monate später bin ich schwanger, was uns zunächst ein bisschen überrascht, da wir aufgrund von Erzählungen im Bekannten- und Verwandtenkreis gedacht hatten, dass das „Probieren“ etwas länger dauert. […]

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Erfahrungsbericht „Stillberatung und EEH“
„Ich war völlig verzweifelt und kurz vor dem Aufgeben mein Kind zu stillen, nach dem ich drei Wochen lang nur mit harten Brüsten, roten Stellen und wunden Brustwarzen zu kämpfen hatte. Ich konnte meine Milch nicht ausstreifen und wusste nicht wie ich sie loswerden sollte. Meine Brüste schmerzten und ich wusste keinen Ausweg – ich brauchte Hilfe!!!
Allein durch das Berühren der Hand an meinem Rücken und durch die ruhige, geborgene Atmosphäre und Stimmung, kam ich zu einer ruhigeren und tieferen Atmung (Bauchatmung), die ich auch als Hausaufgabe für zu Hause auf bekam. Das „In-mich-hinein-Hören“ und Erspüren meines Körpers und meiner Gefühle, brachte viele Ängste, Druck und Verspannungen zum Vorschein. Und plötzlich entspannte sich alles in mir. Ich fühlte mich ruhiger, nicht mehr so sorgenvoll und auch aus meiner Brust konnten wir Milch ausdrücken.
Mit neuer Motivation, Zuversicht, einigen Tipps und dem Bewusstsein, dass es sich rentiert für das Stillen zu kämpfen, ging ich mit meinem Sohn nach Hause. Und es geht von Tag zu Tag besser! Und auch jetzt noch vier weitere Wochen später, denke ich immer noch an die sichere Berührung der Hand an meinem Rücken und die tiefe Bauchatmung als Hilfe zur Entspannung! Vielen Dank!!!“ (Christine Völk)

Erfahrungsbericht Schreien und EEH
Unsere Tochter Marie wurde am 26. April 2007, 5 Tage vor dem errechneten Geburtstermin, durch einen Notkaiserschnitt geboren. Durch die OP konnte ich mich nicht so gut bewegen und so blieb sie die ersten beiden Nächte im Kinderzimmer, nur zum Stillen wurde sie mir gebracht. Ab der 3. Nacht blieb sie bei mir im Zimmer. Sie schlief von Anfang an sehr unruhig und weinte viel. Die Schwestern rieten mir, sie auf meinem Bauch schlafen zu lassen, so schlief sie fast Tag und Nacht. Wegen gesundheitlichen Problemen meinerseits konnten wir erst nach 10 Tagen das Krankenhaus verlassen. Zuhause stand der Stubenwagen bereit, doch der blieb bis auf wenige Stunden unbenutzt.
Sie schlief fast nur in unserem Bett, d.h. meistens auf meinem Bauch. Legten wir sie in ihr Bett wurde sie schnell wach und weinte. Wenn sie wach war weinte sie fast ständig und ließ sich kaum beruhigen. Schlief sie, machte ich mir Gedanken wie kann man das Kind unterhalten, bzw. ablenken, dass es nicht weint. Ich hatte schon fast Angst davor was passiert wenn sie wach wird. Sie weinte so oft, steigerte sich unheimlich rein und ließ sich fast nur noch durch den laufenden Föhn beruhigen. Der lief auf Hochtouren! Machten wir ihn aus, fing sie wieder an zu weinen. So ging es fast jeden Tag. Der Kinderarzt und auch die Kinderklinik bescheinigten uns ein kerngesundes Kind. Sie hätte lediglich die 3 Monats-Koliken. Flaschenweise gaben wir ihr Tropfen gegen Blähungen. Stundenlang trugen wir sie durch die Gegend.
Irgendwann kamen von allen Seiten „gut gemeinte“ Ratschläge: „Ihr tragt sie viel zuviel rum, lasst sie ruhig mal schreien, das hat noch keinem Kind geschadet, sie hat bestimmt Hunger….. wie, sie schäft in eurem Bett? Ihr verwöhnt sie viel zu sehr, sie macht ja jetzt schon mit euch was sie will.“
Nach 2 Monaten war ich langsam am Ende meiner Kräfte. Ich weinte viel und sie schrie. So schaukelten wir uns gegenseitig hoch. Ich war so verzweifelt, fühlte mich so hilflos. Ich fing an, an mir selbst zu zweifeln. Was machte ich nur falsch? Ich machte doch alles für sie. Ich traute mich kaum noch aus dem Haus. Ich fühlte mich so eingeengt, der Hals war wie zugeschnürt. Immer öfter fing ich grundlos an zu weinen. Ich war einfach nicht belastbar. Meine Hebamme, die uns von Anfang an kannte, erzählte mir von der emotionellen ersten Hilfe für unruhige Säuglinge und Kleinkinder. Voller Hoffnung besuchten wir Frau Scholand-Becker. Ich konnte erzählen was mich bewegt und meinen Tränen freien Lauf lassen. Langsam ließ mein innerer Druck nach und ich konnte wieder durchatmen. Mir wurde beigebracht wie ich Marie durch das Weinen begleiten kann. Mit Hilfe von Frau Scholand-Becker und der Bauchatmung schaffte ich es wieder eine Stütze für mein Kind zu sein. Sie konnte ihre Not zum Ausdruck bringen und ich war, und bin, wieder stark genug ihr den Halt zu geben den sie braucht. Schon nach der dritten Sitzung fühlte ich mich ruhiger und ausgeglichener.
Ich bin froh die emotionelle erste Hilfe in Anspruch genommen zu haben, denn durch die Sitzungen bin ich wesentlich entspannter geworden und Marie zufriedener. Heute ist sie fast 5 Monate alt und kaum wieder zu erkennen. Sie lacht viel, und wenn sie mal weint läßt sie sich wesentlich schneller beruhigen. Mittlerweile haben wir ein Beistellbett gekauft. So liegt sie in ihrem eigenen Bett und doch in meiner Nähe. Sie schläft besser ein und auch wesentlich ruhiger. Jetzt gehe ich auch wieder mit Spaß spazieren oder einkaufen, und wenn mich Verkäuferinnen im Supermarkt oder Bekannte ansprechen: „Ihr Kind weint ja gar nicht mehr soviel.“, dann bin ich froh und auch stolz, dass wir zwei das zusammen durchgestanden haben.


Erfahrungsbericht „EEH in der Schwangerschaft, zur Vorbereitung auf die Geburt, im Wochenbett und bei Einschlafproblemen“

„Aylins Geburt
Meine Schwangerschaft verlief im Großen und Ganzen problemlos. Ich hatte zwar im zweiten und dritten Monat gelegentlich eine leichte Übelkeit. Aber ich musste mich nie übergeben. Ich hatte im Vergleich zu vielen anderen Schwangeren auch keine Gewichtsprobleme. An heißen Tagen bekam ich noch nicht einmal dicke Füße. Keine Krampfadern oder sonstige Schwangerschaftsbeschwerden. Nichts. Das Einzige, womit ich ziemlich zu kämpfen hatte, war meine wahnsinnige Angst vor der Geburt. Ja, klar, fast jede Schwangere hat Angst vor der Geburt. Das ist nichts Ungewöhnliches. Aber meine Angst war so groß, dass ich sogar einen geplanten Kaiserschnitt – am besten unter Vollnarkose! – in Erwägung zog, nur um die Geburt und die damit möglicherweise auftretenden Komplikationen nicht mitzubekommen. […]“

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  • Aktuelles

    Körperpsychotherapie und Bindung

    Grundladen, Methoden und Anwendung der bindungsorientieren Körperpsychotherapie für praktizierende Psychotherapeuten

    Termine:
    Workshop I: 28. Feb. – 02. März 2018
    Workshop II: 25. – 27. Juni 2018
    Workshop III: 11. – 13. Dezember 2018
    Workshop IV: 28. Februar – 02. März 2018

    Leitung: Thomas Harms
    Kosten: 420 EUR pro Workshop
    Kursort: ZePP, Bahnhofstr. 12, 28195 Bremen

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    Trauma oder Bindung?

    Erkenntnisse und Beobachtungen aus der Eltern-Säugling-Körperpsychotherapie.

    Termin: 14. Mai 2018

    Leitung: Thomas Harms & Cornelia Reichlin
    Kosten: 160 EUR
    Kursort: Leonharsberg 14, 4051 Basel

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    Bindung und Autonomie


    Frühe Hilfen auf Basis der EEH
    mit Ursula Henzinger (A)
    ……

    Modul I: Bindung und Autonomie – Bindungsorientierte Gruppenarbeit mit Eltern, Baby oder Kleinkind
    Termin: 06.-08.11.2018
    Modul II: Bindung und Schutz – Bindungsorientierte Einzelbegleitung in den Frühen Hilfen auf Basis der EEH
    Termin: 05.-07.03.2019
    Modul III: Reflexion und Integration – für bindungsorientierte Einzel- und Gruppenarbeit
    Termin: 04.-06.06.2019
    Ort: ZePP, Bahnhofstraße 12, 28195 Bremen
    Info: Tel: 0421-349 12 36
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    EEH-Einführungskurse 2018

    EEH-Einführungskurse Bremen
    Termine:
    7. Mai 2018 mit Thomas Harms
    17. Oktober 2018 mit Iris Schöning
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    Matthew Appleton „Integrative Babytherapie“

    Schwangerschaft und Geburt in der Babytherapie
    Zwei jeweils dreitägige Workshops mit Matthew Appleton (England)

    Termine:
    Modul I, 21.-23. März 2018
    Modul II, 25.-27. Juni 2018

    Leitung: Matthew Appleton
    Kosten: 375 € je Workshop (zzgl. Unterkunft und Verpflegung)
    Kursort: Seminarhaus „Lichtblick“, Hude

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